Das Ellenbogengelenk – Diagnostik und Aufbau

Im alltäglichen Gebrauch wird das Ellbogengelenk als Ellenbogen bezeichnet. Der medizinische Fachbegriff stammt aus dem Lateinischen und lautet Articulatio cubiti. Das Ellbogengelenk besteht aus drei Gelenkteilen, die perfekt ineinander passen. Gelenke, deren Gelenkteile genau passend zueinander sind und daher voll funktionsfähig sind, nennt man kongruente Gelenke. Das Ellbogengelenk ist aufgrund der Präzision mit der die drei Gelenkteile zusammen funktionieren hoch kongruent.

Das Ellbogengelenk besteht aus dem Oberarm-Ellen-Gelenk (Articulatio humeroulnaris), dem Oberarm-Speichen-Gelenk (Articulatio humeroradialis) und dem proximalen Ellen-Speichen-Gelenk (Articulatio radioulnaris proximalis). Die Gelenkkapsel umschließt diese drei Gelenke, hält Sie zusammen und schützt diese gleichzeitig. Zudem besteht das Ellbogengelenk, wie jedes andere Gelenk, auch aus Schleimbeuteln, die die Gelenkteile schmieren und vor Abnutzung schützen, sowie aus Bändern und Muskeln, die eine Bewegungs des Gelenks erst ermöglichen und zur Gelenkstabilität beitragen.

Tennisellenbogen und Golferellenbogen – oftmals lassen sich diese typischen Beschwerden im Bereich des Ellenbogens durch konservative Therapien behandelt werden

Die klassischen Schmerzsyndromen wie sog.Tennisellenbogen (Epicondylitis radialis humeri) und Golferellenbogen (Epicondylitis ulnaris humeri) die durch Fehl- und Überbelastung entstehen, können in der Regel konservativ, also ohne Operation behandelt werden. Neben Dehnübungen und lokaler Anwendung von entzündungshemmenden Medikamenten (auch mittels Injektion)  sowie physiotherapeutischer Behandlung kann die Stosswellentherapie eine hohe Heilungschance bieten. Der Einsatz von ACP Injektionen (Autolog Conditioniertes Plasma) ist bei langer Verlaufsform anzuraten. Nur in Ausnahmefällen ist eine operative Denervierung  (OP n Hohmann/Wilhelm) indiziert.

Bei längerer Beschwerdedauer oder mangelnder Besserung unter laufender Behandlung ist zwingend der Ausschluss anderer Ursachen der Beschwerden notwendig. So kann bei Veränderung im Gelenk der Tennisellenbogen oder Golferellenbogen als Begleitsymptom auftreten. Hier ist dann die Behandlung der Ursache vordringlich, häufig sogar operativ wie z.B. mittels Arthroskopie (Entfernung freier Gelenkkörper, Entfernung chronisch entzündlicher Schleimhaut bei Arthrose, Abtragung einschränkender Knochenanbauten) oder offene Eingriffe (Rekonstruktion von Bändern und Sehnen).

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