Diagnostik – die genaue Zuordnung von Befunden

Die Methoden, die angewendet werden um die Ursache von Symptomen und damit die eigentliche Erkrankung des Patienten festzustellen, werden unter dem Begriff Diagnostik zusammengefasst. Um die richtige Diagnose zu stellen ist zumeist notwendig auf spezielle Methoden der Diagnostik zurückzugreifen, neben den typischen und wichtigen Methoden.

In der Orthopädie, wie auch in nahezu allen medizinischen Fachbereichen, ist der erste Schritt zu einer Diagnose die Anamnese. Die Anamnese wird in den meisten Fällen in einem Gespräch zwischen dem Arzt und dem Patienten erstellt, zuweilen wird der Patient auch zu grundlegenden Themen von einem anderen Teammitglied der Praxis befragt. Die Anamnese als Form der Diagnostik umfasst in der Orthopädie in erster Linie die Krankengeschichte des Patienten und die Aktualanamnese.

Nach der Anamnese folgt die körperliche Untersuchung des Patienten durch den Arzt. Der Arzt bleibt dabei im Gespräch mit dem Patienten und untersucht insbesondere die Körperregion, die bei dem Patienten die Beschwerden verursacht. Die Untersuchung wird in der Orthopädie in der Regel mit einfach Hilfsmitteln, bestimmten Bewegungsabläufen und Palpationen durchgeführt. Als Palpation wird in der Diagnostik das Betasten des zu untersuchenden Körpers genannt. Weitere Bestandteile der körperlichen Untersuchung können die Inspektion, die Perkussion und die Akulation sein. Unter Inspektion versteht man die rein äußerliche Untersuchung, die dem behandelnden Arzt einen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten geben soll. Der Arzt achtet dabei unter anderem auf Körperbau, Haltung und Hautauffälligkeiten. Bei einer Perkussion der Körper oder die von einer Krankheit betroffene Körperregion durch den Arzt abgeklopft. Das Gewebe unter der Haut wird dabei in Schwingungen versetzt und die daraus resultierenden Schallwellen geben Aufschluss über den Zustand des Gewebes. Als Akulation wird das Abhören des Patienten mit dem Stethoskop bezeichnet.

Nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung im Rahmen der fachärztlichen Untersuchung, werden, je nach Krankheitsbild, weitere Methoden zur Diagnostik zu Rate gezogen. Diese können Blut- und Urinuntersuchungen sein, Belastungstests oder Ultraschall.

Unsere Diagnostikmöglichkeiten umfassen neben der spezifischen fachärztlichen Untersuchung folgende Bereiche:

  • Röntgen
  • Ultraschall der Säuglingshüfte, des Bewegungsapparates und des Bauchraums
  • Knochendichtemessung
  • Laktatanalysen und Leistungsdiagnostik
  • Tauchtauglichkeit mit Lungenfunktionsprüfung und Belastungs EKG
  • Knochenalterbestimmung zur Größenvorhersage
  • Sporttauglichkeitsuntersuchung