Leisten- und Bauchwandbrüche

Grundlegendes zum Leistenbruch finden sie hier.

Wie sieht meine Philosphie zur Versorgung eines Leistenbruches aus?

Zunächst kann man feststellen, dass kein Operationsverfahren dem anderen überlegen ist. Entscheidend ist die Erfahrung des Operateurs, d.h. je mehr Leistenbrüche man operiert hat, desto besser sind die Ergebnissen (in 27 OP-Jahren habe ich sicher mehrere tausend Patienten operiert).

Bei der Wahl des OP Verfahrens halte ich mich an die Maxime:

Was würde ich mir selbst oder einem Familienangehörigen machen lassen?
Die meisten Leistenbruchoperateure, die ja meist auch nicht immer ganz jung sind, würden sich selbst ein netzfreies Verfahren machen lassen, auch wenn sie selbst ihren Patienten ein Kunststoffnetz empfehlen! (Umfrage Berliner Hernientage). Eine gewisse Skepsis gegen Fremdmaterialien ist auch uns Operateuren nicht fremd.
Gerne vereinbare ich mit dem Patienten die Entscheidung, ob ein Kunstoffnetz eingesetzt werden muss oder nicht, während der Operation zu treffen, da erst dann die Festigkeit des umliegenden Gewebes beurteilt werden kann. Der Patient erhält dabei eine maßgeschneiderte Versorgung auf seine Bruchform und seine anatomischen Verhältnisse. Eine feste Altergrenze zurm Einsetzen von Kunststoffnetzen gibt es bei mir nicht!

Ähnliche Verfahren wende ich auch bei Nabel- und Bauchwandbrüchen an.

Garantieren kann ich, dass ich als Operateur auch später noch für sie ansprechbar bleibe und sie gerne postoperativ weiterbetreue. Sie haben dabei immer die Möglichkeit Fragen an den Operateur selbst zu stellen, was leider in den meisten Krankenhäusern nicht möglich ist.

Als Narkose empfehle ich eine kurze Vollnarkose durch unseren erfahren Anästhesisten. Der Eingriff erfolgt ambulant, wobei wir für sie immer erreichbar sind.

Ihr

Michael Folk