Sonographie / Ultraschalldiagnostik – eine strahlenlose Diagnostikmethode

Was ist Sonographie?
Ein diagnostisches Verfahren ohne Anwendung von Röntgenstrahlen. Dabei werden für den Menschen unschädliche, hochfrequente Schallwellen von einem Kristall aus dem so genannten Ultraschallkopf in den menschlichen Körper gesendet, im Gewebe reflektiert und vom Schallkopf wieder aufgenommen. Aus der unterschiedlichen Reflexion der verschiedenen Gewebearten kann dann das Ultraschallbild berechnet und auf dem Monitor dargestellt werden.

Die Sonographie oder Ultraschalluntersuchung ist eine schnell verfügbare, strahlenlose und damit ungefährliche Untersuchungsmethode zur Beurteilung von Weichteilgewebe (Muskel/Sehnen/ Bindegewebe) sowie des Bauchraums.

Die Sonographie, oder auch Ultraschall, liegt die Verwendung von Schallwellen zur Untersuchung von organischem Gewebe zu Grunde. Erstmals wurden Schallwellen im ersten Weltkrieg eingesetzt um beispielsweise in Gewässern feindliche U-Boote zu orten. Obgleich die Stärke dieser Schallwellen viel zu stark war, um sie zur Untersuchung von organischem Gewebe zu nutzen, war damit die Idee der Sonographie geboren. Erstmals für medizinische Zwecke wurde die Sonographie / Ultraschall erst 1942 verwendet. Seither wird diese Diagnosemethode weiterentwickelt und verbessert. Einen Entwicklungssprung gab es durch die Möglichkeiten, die die moderne Computertechnologie für uns bereithält. Besonders aktuell ist der mehrdimensionale Ultraschall, auch 3D-Ultraschall, durch den sich beispielsweise Bilder von Föten im Mutterleib in dreidimensionaler Darstellung betrachten lassen. Bei einem 4D-Ultraschall können zudem Bewegungen in einer räumlichen Darstellung z.B. zur Untersuchung bestimmter Bewegungsabläufe herangezogen werden.

In der orthopädischen – chirurgischen Notfalldiagnostik ist sie hilfreich in der Erkennung von Einblutungen, Kapsel- und Sehnendefekten an den Gelenken, Beurteilung von Schwellungen und Tumoren sowie als funktionelle Untersuchung in der Beurteilung von Störungen der Gelenkbewegung. Die Sonographie wird ebenfalls zur Steuerung von bildwandlergestützen, interventionellen Maßnahmen verwendet, ebenso bei der Entnahme von Gewebeproben (beispielsweise eine Biopsie).
Als Babysonographie ist sie aus dem Screening von Hüftreifungsstörungen nicht mehr wegzudenken.

Die Sonographie ist nicht nur als strahlenlose Diagnosemethode zu empfehlen. Sie kann auch sehr kurzfristig und schnell genutzt werden um eine Diagnose zu sichern oder eine erkrankte Körperregion zu untersuchen. So kann häufig auf die zeitaufwendige und terminlich nicht immer verfügbare Kernspintomographie (MRT) verzichtet werden, wodurch die zielführende Therapie früher eingeleitet werden kann.